Inventar-Sicherung

Mit der Inventaraufnahme hat die Konkursverwaltung die notwendigen Sicherungsmassnahmen zu treffen (SchKG 221). SchKG 223 gibt der Verwaltung hiezu gewisse Hinweise zu den Sicherungsmitteln:

Gegenstand

Magazine, Warenlager, Werkstätten, Wirtschaften, Ladenlokale, Büros u.ä.

  • Schliessung und Siegelung, falls keine genügende Aufsicht besteht

Schliessen des Betriebes oder eines Betriebsteils

  • Sofern eine Betriebsweiterführung nicht erfolgt bzw. keine Fertigstellungsarbeiten mehr ausgeführt werden
  • Abstandnahme bei Sanierungsmöglichkeit (Betriebsweiterführungen sind nur mit ausreichend Liquidität, in Abwägung der Chancen einer Massamehrung und der (Verlust-)Risiken angezeigt; bei Globalzession tritt meistens keine Massamehrung ein; hohe Verantwortung der Konkursverwaltung)

Wertgegenstände, Geschäftsbücher und sonstige Schriften in den Räumen des Konkursiten

  • Mitnahme auf die Amtsstelle, zur Verwahrung

Bank- und Postfinance-Konti

  • Sperremitteilung

Miet- und Pachtverhältnisse bei konkursiten Grundstücken

  • Mitteilung an Mieter und Pächter, wonach sie mit befreiender Wirkung nur noch an die Konkursverwaltung bezahlen können

Forderungen des Konkursiten gegen Dritte

Zeitpunkt

  • sofort

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SchKG 223

C. Sicherungsmassnahmen

1 Magazine, Warenlager, Werkstätten, Wirtschaften u.dgl. sind vom Konkursamte sofort zu schliessen und unter Siegel zu legen, falls sie nicht bis zur ersten Gläubigerversammlung unter genügender Aufsicht verwaltet werden können.

2 Bares Geld, Wertpapiere, Geschäfts- und Hausbücher sowie sonstige Schriften von Belang nimmt das Konkursamt in Verwahrung.

3 Alle übrigen Vermögensstücke sollen, solange sie nicht im Inventar verzeichnet sind, unter Siegel gelegt sein; die Siegel können nach der Aufzeichnung neu angelegt werden, wenn das Konkursamt es für nötig erachtet.

4 Das Konkursamt sorgt für die Aufbewahrung der Gegenstände, die sich ausserhalb der vom Schuldner benützten Räumlichkeiten befinden.

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